Polizeinotruf in dringenden Fällen: 110

Menü

Inhalt

Schwerer sexueller Missbrauch von Kindern

Polizeipräsidium Köln
Schwerer sexueller Missbrauch von Kindern
Aktuell bearbeitet die Polizei Köln mit einer „Besonderen Aufbauorganisation (BAO)“ das dritte Ermittlungsverfahren wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern in Folge.

November/ Dezember 2021

Die Ermittlungen der BAO Berg waren 24 Monate nach ihrem Beginn fast abgeschlossen, als im November 2021 die Ermittlungen zu Missbrauchsvorwürfen gegen einen in Wermelskirchen lebenden 44-Jährigen nach einem Hinweis aus Berlin anliefen.
Am 3. Dezember nahm ein Kölner SEK den Tatverdächtigen am heimischen PC fest. Die Durchsuchung seines Hauses dauert aufgrund der IT-Infrastruktur ganze 18 Tage. Wegen der Dimension der Tatvorwürfe – der 44-Jährige soll als Babysitter Babys und behinderte Kinder missbraucht haben – sowie der Menge beschlagnahmter Daten übernahmen die inzwischen freigewordenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der BAO Berg die Bearbeitung des neuen Verfahrens. Die Auflistungen des Beschuldigten, mit denen er unter anderem mehrere Millionen Fotos und Videos verwaltet hat, waren Grundlage für die Bezeichnung, unter der die Ermittlungen geführt werden: BAO Liste.

Mai 2022

Seit der Pressekonferenz von Staatsanwaltschaft und Polizei vom 30. Mai 2022, die unter anderem vom Westdeutschen Rundfunk live übertragen wurde (Handout zur Pressekonferenz) hat dieses Kölner Ermittlungsverfahren erneut den sexuellen Missbrauch von Kindern in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt.

Juni 2022

Als gerade einmal etwa 10 Prozent der in Wermelskirchen gesicherten Daten ausgewertet waren, sorgte ein bis dahin beim Kriminalkommissariat 12 geführtes Ermittlungsverfahren gegen einen 33 Jahre alten Kölner aus Zollstock für große Bestürzung. Wegen der Übereinstimmung bei der Anbahnung von Betreuungsverhältnissen für Kleinkinder im Internet – wie auch beim Fall Wermelskirchen – wurde die für die Bearbeitung des Falls eingerichtete Ermittlungsgruppe des KK 12 in die BAO Liste integriert.
Seit der Festnahme des Tatverdächtigen am 3. Juni (Pressemeldung vom 8. Juni), der Auffindung von Datenspeichern durch einen Datenspeicherspürhund sowie erster Ermittlungsergebnisse zu Missbrauchsabbildung und Betreuungsverhältnissen sind die Tatvorwürfe inzwischen deutlich angewachsen. Seit dem 14. Juni fokussieren sich die Ermittlungen auf den Umstand, dass der Beschuldigte als Betreuer in drei Kölner Kindertagesstätten sowie deren Backup-Einrichtungen beschäftigt war. Dieser Umstand ist Gegenstand öffentlicher Berichterstattung (Pressemitteilung vom 15. Juni).

 

 

15.06.2022 - Verdacht des schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern

Staatsanwaltschaft und Polizei Köln geben bekannt:

Nachtrag zur Pressemeldung vom 8. Juni

Nach der Festnahme eines 33 Jahre alten Kölners aus Köln-Zollstock wegen des dringenden Verdachts des schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern haben Ermittlungen ergeben, dass der Beschuldigte bei der pme Familienservice GmbH seit Mitte Juni 2021 als geringfügig Beschäftigter tätig war und in dieser Eigenschaft zur Betreuung von Kindern vermittelt wurde, unter anderem an drei Kindertagesstätten in Köln. Die Ermittlungen konzentrieren sich derzeit darauf, die einzelnen Betreuungsverhältnisse auf Grundlage der den Ermittlungsbehörden vorliegenden Unterlagen zu benennen und zu verifizieren, welche Kinder der Beschuldigte wann, wo und wie lange betreut hat. Die Firma pme hat den Ermittlungsbehörden entsprechendes Datenmaterial zur Verfügung gestellt, das jetzt mit Hochdruck auf seine strafrechtliche Relevanz ausgewertet wird. Bislang gibt es in einem Fall Hinweise auf den sexuellen Missbrauch eines Kindes im Zusammenhang mit der Vermittlung des Beschuldigten an die „backup-Einrichtung“ einer der drei Kindertagesstätten durch die pme Familienservice GmbH.

Das bei der BAO Liste geführte Verfahren gegen den 33-Jährigen gliedert sich derzeit in zwei Komplexe auf. Im ersten Komplex geht es um Betreuungsverhältnisse, die der Beschuldigte über eine Internetplattform akquiriert haben soll. Nach Vernehmungen zu Fotos, welche die Polizei auf einem Mobiltelefon gesichert hat, gehen Staatsanwaltschaft und Polizei seit dem vergangenen Wochenende von deutlich mehr als den vier im Haftbefehl aufgeführten Opfern aus.

Im zweiten Verfahrenskomplex kontaktieren die Ermittlerinnen und Ermittler seit gestern (14. Juni) Eltern, deren Kinder in den Einrichtungen betreut werden, in denen der Beschuldigte gearbeitet hat. Die BAO Liste hat für möglicherweise betroffene Familien ein Hinweistelefon geschaltet. Seit gestern sind mehr als 70 Anrufe eingegangen.

Presseauskünfte erteilt Oberstaatsanwalt Ulrich Bremer, Staatsanwaltschaft Köln, unter Tel: 0221 477-4271.

08.06.2022 - Weiteres Ermittlungsverfahren wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern

Am Freitag (3. Juni) hat die Polizei Köln einen 33 Jahre alten Kölner wegen des dringenden Verdachts des schweren sexuellen Missbrauchs von vier Kindern an seiner Wohnanschrift im Stadtteil Zollstock festgenommen. Nach ersten Ermittlungen zu den auf seinem Mobiltelefon gefundenen Fotos und Videos handelt es sich bei den Opfern um Kinder im Alter von zwei bis sieben Jahren, darunter auch ein behindertes Kind. Der 33-Jährige soll seine Dienste als Betreuer auf einer Internetplattform angeboten und die Betreuungssituation für die ihm zur Last gelegten Taten ausgenutzt haben. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft hat ein Richter des Amtsgerichts Köln am 3. Juni Haftbefehl gegen den Beschuldigten erlassen. Der Beschuldigte schweigt zu den Tatvorwürfen. Die Sicherung und Auswertung der auf externen Festplatten, USB-Sticks, SD-Karten, Mobiltelefonen sowie PCs, Laptops und Tablets gespeicherten Daten dauert an. Die Ermittlungen gegen den 33-Jährigen waren Ende Mai nach der Anzeige einer Mutter angelaufen, deren vierjährige Tochter der Beschuldigte missbraucht haben soll.

Wichtiger Hinweis:

Das Verfahren resultiert NICHT aus den Ermittlungen der BAO Liste, wird wegen der Übereinstimmungen hinsichtlich der Schaffung von Tatgelegenheiten über eine Betreuungs-Plattform sowie den Umstand, dass es sich bei den Opfern um kleine Kinder sowie ein behindertes Kind handelt, im PP Köln von den Ermittlerinnen und Ermittlern der BAO Liste bearbeitet.

Auskünfte zum Verfahren erteilt Oberstaatsanwalt Ulrich Bremer, Staatsanwaltschaft Köln, unter Tel: 0221 477-4271.

27.05.2022 - Ermittlungsverfahren wegen Kindesmissbrauchs

Einladung zur Pressekonferenz von Staatsanwaltschaft und Polizei Köln Im Zusammenhang mit einem bei der Zentral– und Ansprechstelle Cybercrime (ZAC NRW) anhängigen Ermittlungsverfahren, unter anderem wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern, werden Staatsanwaltschaft und Polizei am Montag, 30. Mai um 11.30 Uhr im Polizeipräsidium (Forum 1) Walter-Pauli-Ring 2-4 51103 Köln die Medien über den Verfahrensstand informieren. Medienvertreter sind unter Beachtung der aktuellen Corona-Regeln zur Teilnahme eingeladen.

Um das Video zu aktivieren, klicken Sie bitte auf den Button "Video abspielen". Wir weisen darauf hin, dass durch den Start des Videos Daten an YouTube übermittelt werden.

Bericht zur Pressekonferenz vom 30.05.2022

WDR aktuell

Schlag gegen sexualisierte Gewalt an Kindern - Kölner Polizei gibt Details bekannt

In dringenden Fällen: Polizeinotruf 110