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Mann mit Geldkoffer
Gefahren des Cybertrading
Der betrügerische Online-Handel und seine Folgen

In der heutigen Zeit gehört es schon zum alltäglichen Leben, das man den Handel mit Aktien, Geldanlagen und Kryptowährung auf Handelsplattformen betreibt. Diesem Trend folgend kopieren Betrüger die echten Seiten dieser Handelsplattformen und locken mit enormen Gewinnspannen. 
Über den endlosen Strom von Werbebannern auf Internetseiten und der Flut von täglich eingehenden Mails lenken sie das Interesse von Usern auf eigens gestaltete, seriös aussehende Webseiten. 
Im Grunde ist der Cybertrade eine komplexere Masche des Fake-Shop-Prinzips. Bei Fake-Shops werden auf betrügerischen Webseiten fiktive Waren angeboten, die per Vorkasse bezahlt werden sollen. Beim Cybertrading werden im Gegensatz dazu gewinnbringende Geldanlagen oder Kryptowährung angeboten. Diese Seiten, die echten Handelsplattformen nachempfunden werden, sehen so echt aus, dass die Aufdeckung/Entlarvung/Enttarnung selbst für Sachkundige eine Herausforderung darstellt. Erschwerend kommt hinzu, dass viele dieser Seiten auch mit der Vergabe von echten Login-Daten einen sehr seriösen Eindruck auf die Nutzerinnen und Nutzer machen. 

Wie lenken die Täter ihre potentiellen Opfer auf diese Seiten? 
Häufig wird missbräuchlich mit Fotos oder gar mit fiktiven Zeitungsartikeln prominenter Persönlichkeiten geworben. Die Betroffenen wissen dabei nicht, dass sie für diese Werbung benutzt werden. 
Oft werden auch geschickt im Internet platzierte Hintergrundgeschichten zur Erschleichung von Vertrauen genutzt. Artikel mit Überschriften wie „Großbanken wollen nicht, dass Endverbraucher das erfahren“, oder „ Niemand sagt, dass es so leicht ist, Geld im Netz zu verdienen“, weckt die Neugier potentieller Kunden. 
Aber auch über Messenger- und Dating-Apps werden Opfer über Kennenlerngespräche geschickt zu den gefälschten Handelsplattformen geleitet. 
Kommt es auf Grund dieser gefälschten Werbung zur Registrierung auf den Fake-Handelsseiten, muss ein Grundkapital von meist 250 Euro vorab überwiesen werden. Im weiteren Verlauf suggerieren die Täter große Gewinne durch Meldungen auf der Fake-Handelsseite, per E-Mail oder Messenger. Dies verleitet im zweiten Schritt Menschen dazu, höhere Geldsummen zu investieren. Das Geld wird jedoch zu keinem Zeitpunkt für Trading-Anlagen genutzt, sondern wandert so lange in die Taschen der Täter, bis das Opfer die Zahlungen einstellt. 

Die Polizei Köln empfiehlt, vor der Abwicklung von Überweisungen die betreffende Internetseite gründlich zu überprüfen: 

  • Kryptowährungen sind keine Aktien. Wenn Sie in Krypto investieren, niemals über einen Mittelsmann - sogenannte Broker - 
  • Lassen Sie niemanden auf ihr Handy oder andere Geräte über das Netzwerk zugreifen 
  • Achtung bei ausländischen Zahlungsempfängern. Zahlungen ins Ausland können nur schwer bis gar nicht rückgängig gemacht werden. Nähere Informationen hierzu geben Geldinstitute. 
  • Ihre Bank gibt fachlichen Rat zu Risiken und Möglichkeiten von Überweisungen ins Ausland. 
  • Geben Sie keiner Person Geld, die Sie nicht persönlich kennen, Ausweis-, Personendaten oder Geld. 
  • Der Einstiegsbetrag - bei dem sie immer skeptisch werden sollten - liegt derzeit bei 250 Euro. Dieser Betrag kann sich jederzeit ändern 
  • Auch wenn alles vorbei zu sein scheint - nach ca. 6 Monaten treten die Täter oft unter der Legende eines Anwalts oder Detektivs an Sie heran und versprechen ihr Geld gegen eine Gebühr zurückzuholen. Auch hierbei handelt es sich um einen erneuten Betrugsversuch. 

Beim geringsten Verdacht, Geschädigter einer Straftat zu sein, ist zuerst eine unverzügliche Kontaktaufnahme mit dem persönlichen Geldinstitut anzuraten, um bereits getätigte Zahlungen rückgängig zu machen. Danach rät die Polizei Köln dringend dazu, eine Anzeige bei Ihrer örtlichen Polizeibehörde oder eine Online-Anzeige zu erstatten. Jedwede Täterkontakte können weitere Gefahren bergen und sollten daher ignoriert werden.

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