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Senioren wieder häufiger Opfer von Betrügern

Haustürgeschäft
Senioren wieder häufiger Opfer von Betrügern
Gerade ältere Menschen werden bevorzugt von Betrügern als gutgläubige und einfache Einnahmequelle aufs Schlimmste missbraucht. 

Die Täter verstehen es auf perfideste Art und Weise, sich das Vertrauen von Seniorinnen und Senioren zu erschleichen, um sie um Hab und Gut zu bringen.

Mit einer besonders gemeinen und subtilen Masche hat Anfang Oktober ein sogenannter Enkeltrickbetrüger eine 76-jährige Kölnerin nicht nur um ihre sämtlichen Ersparnisse gebracht. Schlimmer noch – der Großteil des von dem Kriminellen entwendeten Geldes gehörte nicht der Rentnerin, sondern ihrer 86-jährige Freundin. Die ältere Dame hatte einen hohen Betrag im Falle ihres Todes zur Finanzierung der Beerdigung bei der 76-Jährigen deponiert.

Die in Porz wohnhafte Dame war von einem Mann angerufen worden, der sich als ihr Enkel ausgab. Ihr vermeintlicher Verwandter bat um eine hohe Geldsumme, die er schnellstmöglich als Anzahlung für einen Wohnungskauf dringend benötige. Die Seniorin zeigte sich trotz latenter Zweifel sehr hilfsbereit. Bereits nach wenigen Minuten war der Täter durch geschicktes Nachfragen darüber informiert, wie viel Schmuck und Bargeld in der Wohnung der 76-Jährigen zu „holen“ sein würde.
Unter dem Vorwand, er schicke aus Zeitnot einen Bekannten zur Entgegennahme der „Anzahlung“ zu ihr in die Wohnung, überreichte die Kölnerin dem vermeintlichen Freund ihres Enkels einen fünfstelligen Geldbetrag sowie wertvollen Schmuck.
Noch am gleichen Tag wurden im Stadtgebiet weitere fünf Betrugsversuche zum Nachteil älterer Menschen angezeigt. Erfreulicherweise gingen in diesen Fällen die Täter leer aus, weil ihre vermeintlichen Opfer misstrauisch geworden waren und sich nicht täuschen ließen.

 „Die Täterinnen und Täter beobachten die für sie geeignet erscheinenden Opfer bereits auf der Straße, verfolgen sie bis zur Wohnung oder bieten Hilfe an. Andere rufen an oder stehen vor der Wohnungstür und klingeln. Mit den unterschiedlichsten Methoden gehen Trickbetrügerinnen und -betrüger vor, um sich Vertrauen zu erschleichen. Dabei schrecken diese Straftäterinnen und -täter vor keiner noch so üblen Lüge zurück“, warnt warnen die Operschützer. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kommissariats für Kriminalprävention und Opferschutz stehen mit Rat und Tat zur Verfügung, um zu verhindern, dass ältere Menschen Opfer von Straftätern werden. Rufen Sie an und vereinbaren Sie einen Termin unter der Rufnummer 0221 229-8655. Selbstverständlich ist jede Form der Beratung kostenlos.

Hinweise, wie Sie sich gegen Trickdiebe und andere Kriminelle schützen können, finden Sie auf der Seite "Die Tür bleibt zu, wenn der Fremde läutet!"