Polizeinotruf in dringenden Fällen: 110

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Sicherheit für Frauen - Präventionshinweise

Sicherheit für Frauen
Sicherheit für Frauen - Präventionshinweise
Informationen der Polizei Köln zur "Sicherheit für Frauen".

Sexualisierte Gewalt

Sexuelle Belästigung sowie Übergriffe sind zunehmend in den öffentlichen Fokus und in das gesellschaftliche Bewusstsein gerückt. Sexuelle Gewalt verletzt Opfer körperlich und seelisch – verändert oft ein ganzes Leben. Schützen Sie sich und beugen Sie Gefahrensituationen und damit auch Tatgelegenheiten vor.
Hier geben wir Ihnen einige Informationen und Verhaltenstipps, damit Sie sicher unterwegs sind.

„Wie kann ich mich schützen?“
Sexualstraftäter suchen sich für ihre Taten zumeist Schwächere als Opfer aus. Sie entscheiden dabei oft intuitiv nach Kriterien wie Körpersprache, Mimik und Gestik, wer „geeignet“ ist. Ein erster Schritt, um sich vor solchen Tätern zu schützen, ist daher ein sicheres, selbstbewusstes und konsequentes Auftreten.  

„Wie kann ich mich wehren?“ - Selbstverteidigung beginnt im Kopf!
Es ist hilfreich, eine Überfallsituation im Vorfeld einmal gedanklich durchzuspielen und eine Strategie beziehungsweise Handlungsoptionen zu entwickeln. So sind Sie in einem „Ernstfall“ handlungsfähig.

  • Bevorzugen Sie helle, belebte Straßen anstatt dunkler und unbelebter Wege.
  • Nutzen Sie eher ein Taxi statt einer vermeintlich günstigen „Mitfahrgelegenheit bei Unbekannten“.
  • Suchen Sie bei der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel bevorzugt die Nähe des Fahrers auf und haben Sie auch die roten Notrufknöpfe in Bahnen und an Haltestellen im Blick.
  • Wenn Sie in der Öffentlichkeit unterwegs sind, nehmen Sie Ihre Umgebung aufmerksam und bewusst wahr. Lenken Sie sich nicht durch das Smartphone oder das Hören lauter Musik ab.
  • Tragen Sie Wertsachen und Mobiltelefone möglichst eng am Körper oder in verschließbaren Innentaschen. Auch Handtaschen sollten Sie verschlossen am Körper tragen.
  • Fühlen Sie sich in einer Situation unwohl, halten Sie körperlichen Abstand und vermeiden Sie es, auf Provokationen einzugehen. Nehmen Sie lieber einen Umweg in Kauf, nutzen Sie die nächste Bahn, schließen Sie sich einer augenscheinlich friedlichen Gruppe an oder wenden Sie sich an Einsatzkräfte der Polizei, Stadt oder dem Rettungsdienst.
  • Wenn Sie belästigt, bedroht, verfolgt oder tatsächlich angegriffen werden: Schreien Sie so laut, wie Sie können.
  • Schreien Sie Sätze wie „Fassen Sie mich nicht an“ oder „Ich werde überfallen“, anstatt nur „Hilfe“ zu rufen. Benutzen Sie immer die Höflichkeitsform und Siezen Sie Ihr Gegenüber – so merken Außenstehende, dass Sie die andere Person nicht kennen.
  • Sprechen Sie Menschen, die Ihnen helfen können, direkt und konkret an, beispielsweise: „Sie in der roten Jacke, rufen Sie die Polizei!“.
  • Nutzen Sie einen Schrillalarm oder eine Trillerpfeife.Setzen Sie alle griffbereiten Gegenstände wie Schlüssel, Schirm oder Tasche zur Gegenwehr ein. Durch lautes Schreien oder Gegenwehr werden Menschen auf die Situation aufmerksam, können helfen oder Hilfe organisieren.
  • Schauen Sie sich auf den Wegen, die Sie nutzen, nach Geschäften, Tankstellen, Gaststätten oder Ähnlichem um, die Sie als „Rettungsinseln“ nutzen können, um dort Hilfe zu erhalten.
  • Zögern Sie nicht, in Gefahrensituationen den Polizeinotruf „110“ zu wählen.
  • Gerade im Bereich der Sexualstraftaten sind Täter häufig flüchtige Bekannte oder sogar Freunde und keine Fremden. Überlegen Sie deshalb genau, von wem Sie sich begleiten oder nach Hause bringen lassen.

Sicher unterwegs mit der Begleit-App WayGuard
Die Begleit-App WayGuard, entwickelt von der AXA Köln AG und der Polizei Köln, bietet die Möglichkeit, sich über eine Geo-Lokalisierung virtuell auf dem Heimweg begleiten zu lassen. In Gefahrensituationen können Sie über die App einen Notruf auszulösen. Genaue Informationen zu WayGuard finden Sie unter https://wayguard.de.

Vorsicht bei Alkohol und K.-o.-Tropfen
Alkohol benebelt, führt zu Fehleinschätzungen und Leichtsinn. Deshalb sollten Sie, wenn möglich, alkoholisiert nicht alleine unterwegs sein.
Achten Sie auch auf Ihr Getränk und nehmen Sie nur verschlossene Flaschen an, um sich vor K.-o.-Tropfen zu schützen. Weitere Infomationen.   

In Selbstbehauptungs- und Selbstverteidigungskursen wird vermittelt und geübt, wie man sich in schwierigen und gefährlichen Situationen verhält. Es werden auch einfache, aber effektive Verteidigungstechniken vermittelt. Der Info-Flyer „Stark trifft sicher“ wurde von Stadt und Polizei Köln gemeinsam entwickelt und enthält viele Kurs-Angebote

Die Polizei Köln bietet regelmäßig Selbstbehauptungskurse für Frauen im Polizeipräsidium Köln an. Die Kurstermine können beim Kriminalkommissariat Kriminalprävention/Opferschutz (Tel.: 0221 229-8655, E-Mail: Kriminalpraevention.koeln@polizei.nrw.de) erfragt werden.

Wenn Sie Opfer eines Sexualdelikts geworden sind: Professionelle Beratung in Anspruch nehmen
Allgemeine Informationen der Stadt Köln
Beratung und Hilfe in Köln
Bundesweites Hilfetelefon