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Kellereinbruch

Aufbrechen eines Kellers
Kellereinbruch
Verhütung von Kellereinbrüchen
Die Zahl der Kellereinbrüche in Mehrfamilienhäusern steigt!

 Günstig für die Täter sind Umstände wie zum Beispiel:

  • Anonymität in größeren Gemeinschaftswohnanlagen
     
  • unverschlossene Hauseingangstüren
     
  • leichtfertiges Öffnen der Haustür per elektrischem Türöffner
     
  • unverschlossene Kellerzugangstüren
     
  • ungestörtes Arbeiten für Straftäter, da der Keller vom Wohnraum räumlich getrennt ist
     
  • oftmals labile Lattenverschläge mit instabilen Schlössern
     
  • freie Sicht durch die Verlattung auf Wertgegenstände
     
  • Aufbewahrung wertvoller Gegenstände im Keller
     
  • unverschlossene Fahrräder im Fahrradabstellbereich

 

Die Polizei rät:

  • Halten sie in Mehrfamilienhäusern auch tagsüber die Hauseingangstür stets geschlossen.
     
  • Betätigen Sie nicht leichtfertig den Türdrücker. Vergewissern Sie sich, wer ins Haus will und wohin er geht.
     
  • Achten Sie auf Personen im Hausflur oder Kellerbereich und sprechen Sie Fremde an.
     
  • Sprechen Sie sich mit den Hausbewohnern ab und vereinbaren Sie ein einheitliches Vorgehen.
     
  • Schließen Sie zu jeder Zeit die Kellerzugangstür ab.
     
  • Bewahren Sie keine Wertgegenstände im Keller auf.
     
  • Schließen Sie Fahrräder im Keller nach Möglichkeit an feste Gegenstände und dafür vorgesehene Halterungen an.

 

Technische Sicherungungsmöglichkeiten:

  • Grundsätzlich ist festzustellen, dass einzelne Lattenverschläge in Gemeinschaftskelleranlagen nur bedingt gesichert werden können. Besser geeignet sind „Gitterkäfige“ mit Metalltüren.

  • Zur Minderung des Tatanreizes sollten Lattenverschläge oder Gitterkäfige von innen mit Blech oder Sperrholzplatten so verkleidet werden, dass potenzielle Einbrecher von außen nicht hineinsehen können.

  • Massive Überfallen mit bügelgeschützten Vorhängeschlössern erschweren selbst bei Lattenverschlägen das Aufbrechen und verlängern damit die Zeit, die der Täter benötigt, um in den Kellerverschlag zu gelangen.

  • Je nach Bauart der einzelnen Kellerparzelle bietet sich der Einbau von einbruchhemmenden Türen nach DIN EN 1627-1630 in der Widerstandsklasse RC2 (vormals WK 2) an.

  • Falls bereits relativ stabile Türen vorhanden sind, könnten diese mit einem Querriegelschloss sinnvoll gegen Aufhebeln nachgerüstet werden.

  • Hauseingangstüren von Mehrfamilienhäusern lassen sich ohne hohen technischen Aufwand mit einem sog. „Mediator“ nachrüsten. Dieser wird an die vorhandene Schwachstromleitung des elektrischen Türöffners angeschlossen. Sobald die Tür ins Schloss fällt, verriegelt sie sich automatisch. Von außen wird die Tür normal aufgeschlossen. Von innen ist das Verlassen des Hauses durch einfaches Betätigen des Türdrückers jederzeit möglich. Trotz Verriegelung der Tür kann diese auch mit dem elektrischen Türöffner freigegeben werden.

Somit ist in Verbindung mit einer Gegensprechanlage ein kontrolliertes Einlassen von Besuchern möglich. Gleichzeitig ist gewährleistet, dass die Haustür stets abgeschlossen und der Fluchtweg im Notfall ohne Schlüssel frei ist.

  • Für das Anschließen von Fahrrädern sollten entsprechend massive Halterungen vorgesehen sein. Diese lassen sich auch ohne hohen Aufwand nachträglich montieren.

Ihre Polizei berät Sie gerne. Polizeipräsidium Köln

Kriminalkommissariat Kriminalprävention/Opferschutz

Technische Prävention Walter-Pauli-Ring 2-6

51103 Köln

E-Mail: kriminalpraevention.koeln@polizei.nrw.de Tel.: 0221/ 229 - 8008

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