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Allgemeines, Präventionstipps und Rechte der Opfer bei sexualisierter Gewalt

Sexuelle Gewalt
Allgemeines, Präventionstipps und Rechte der Opfer bei sexualisierter Gewalt
Sehr geehrte Damen und Herren, jede Straftat ist zu verurteilen.

Besonders verabscheuungswürdig sind dabei Taten, die im Zusammenhang mit sexualisierter Gewalt verübt werden.
Es ist mir ein besonderes Anliegen, Sie vor Tätern und Täterinnen solcher Gewaltdelikte zu schützen.
Trotz aller Umsicht werden jeden Tag Menschen Opfer von sexualisierter Gewalt. Dabei suchen sich die meist männlichen Täter nicht nur weibliche Opfer aus. Auch Jungen und Männer werden von ihnen zu Opfern gemacht.
Die Täter handeln nicht nur in der Öffentlichkeit wie zum Beispiel auf Straßen, in Gaststätten, Diskotheken oder öffentlichen Verkehrsmitteln, sondern kommen oftmals aus dem unmittelbaren Umfeld ihrer Opfer – sie können Ehepartner, Partner, Verwandte, Freunde, Bekannte oder auch Kollegen sein.
Das deutsche Sexualstrafrecht ist Bestandteil des Strafgesetzbuches (StGB). Was strafbar ist und welche Rechtsfolgen Täter bei der Begehung von Sexualstraftaten zu erwarten haben, ist im 13. Abschnitt des StGB in den Paragrafen 174 bis 184j StGB geregelt.
Sexualisierte Gewalt beginnt mit anzüglichen Worten, zweideutigen Aussagen sowie körperlichen Belästigungen sexueller Art und reicht bis hin zum Gebrauch massiver physischer Gewalt.
Alle diese Handlungen sind Straftaten. Nein heißt Nein – das muss Jedermann, auch ein potenzieller Täter, akzeptieren. Leider schweigen zu viele Betroffene über das, was ihnen angetan wurde, weil sexualisierte Gewalt immer noch ein Tabu-Thema ist, das Ängste und Schamgefühle auslöst. Opfer befürchten möglicherweise, dass ihnen kein Glaube geschenkt wird, weil sie sich körperlich nicht massiv gewehrt haben – nicht wehren konnten. Alle diese Ängste und Befürchtungen sind nur zu verständlich.
Aber leider nutzt das nur den Tätern – niemals den Opfern. Auch Kinder können Missbrauchsopfer werden – darum gibt es bereits spezielle Broschüren zu dem traurigen Thema „Missbrauch von Kindern“. Daher richtet sich diese Broschüre in erster Linie an Erwachsene und Jugendliche, denen ich einen Ratgeber an die Hand geben möchte. Diese Broschüre soll dazu beitragen, dass Sie, als Opfer einer Sexualstraftat, wissen, wie und wo Sie Hilfe erhalten und diese auch annehmen können. Wir möchten, dass Sie Ihre Rechte kennen lernen und sich zu schützen und zu wehren
wissen, um möglichst gar nicht erst Opfer eines Sexualstraftäters zu werden.

Mir ist es sehr wichtig, Sie um Ihr Vertrauen zu bitten – zeigen Sie die Täter bei der Polizei an.

Helfen Sie uns, Ihnen zu helfen.

Ihr

Uwe Jacob
Polizeipräsident Köln